Nachdem Stühle und Bänke beiseite gerückt sind, wird aus einem Konferenzraum im Stadtarchiv ein Probenraum

mit Platz für vielerlei Bewegungs-, Atem - und Gesangstrainings. Foto: fdk

 

Jüterbog. Nichts von der lähmenden Unruhe ist mehr zu spüren, die entstand, als im Frühling mit dem musikalischen Leiter auch einige Mitglieder den Jüterboger Stadtchor verließen. Unruhe gibt es dennoch, ein schöpferische, eine die Spaß macht am Gesang und dem Miteinander in einer gemeinsamen Leidenschaft.
Und es ist nicht zuletzt der neuen Chorleiterin Irma Heistermann aus Bardenitz zu verdanken, dass Musik und das Spiel der vielen Facetten stimmlicher Talente nun wieder den Ton angeben im Chor.

„Gesang bringt Endorphine ohne Ende, er ist Lebensgefühl und bringt Menschen zusammen“, so die Chorleiterin, deren eigener Weg in die Musik zu ihrer Kinderzeit, im Kirchenchor, an der Orgel begann. Nach erstem Staatsexamen in Kirchenmusik und einem abgeschlossenen Schauspielstudium, gehören ihr Herz und ihre Leidenschaft seit März nun auch dem Stadtchor in Jüterbog. Die Entwicklung der Stimmen, das Spiel mit den Möglichkeiten, wird bei den Proben für jede oder jeden der 29 Chormitglieder zu einer Entdeckungsreise ihrer ganz persönlichen Talente. Das kommt an, macht von sich reden und zieht so auch neue Mitglieder an - selbst Männer. Mit Tenor oder Bass ergänzen männliche Stimmen die Palette aus Alt und Sopran der Damen und sorgen so für die Chance ganz neue Wege zu gehen im musikalischen Repertoire. Und der erste Meilenstein, all dies zu zeigen, liegt nur wenige Wochen entfernt.

Am 1. und 15. Dezember, jeweils 15.30 Uhr, lädt der Stadtchor zum Konzert ins Mönchenkloster Jüterbog und wird in der eindrucksvollen Kulisse dieses historischen Hauses hören und sehen lassen, was  alles möglich ist, wenn Spaß zum Gesang, Gefühl und vielerlei Stimmfarben miteinander harmonieren.
„Das Repertoire für die Weihnachtszeit steht. Und während dadurch der Chor selbst ein ganz neues Gesicht bekommt, dürfen sich die Gäste schon jetzt auf unvergessliche Konzerte freuen. Sie werden mit sich selbst in Kontakt kommen und sich von der Musik berühren lassen“, kündigt Chorleiterin Irma Heistermann an, die weiß, welche Gesangstalente in den Reihen des Stadtchores zu finden sind. „90 Prozent aller Mitglieder haben Gesangserfahrung. Wir haben aber auch etliche Neustarter dabei, die sich mehr und mehr ins Repertoire einarbeiten. Das funktioniert hier ganz stressfrei und dank des Gemeinschaftsgefühls auf ganz zauberhafte Art und Weise“, so die Chorleiterin, die mit Blick auf die Weihnachtskonzerte neben dem „Cantamos Festivo“  von Jay Althaus schon jetzt viele weitere Überraschungsmomente verspricht.

Einer, der sich wie alle anderen Chormitglieder, der Musik, dem Gesang und der Gemeinschaft verschrieben hat, ist Wolfgang Tretschok aus Dennewitz. Im Stadtchor singt er seit Anfang des Jahres, doch nicht nur dort. „Ich habe auch schon im Borgisdorfer Kirchenchor gesungen und warum ich nun hier bin, lässt sich leicht sagen. In der Truppe hier macht es einfach echt riesig Spaß“, so Tretschock, der einst als aktiver Radsportler Straßenrennen fuhr und erklärt, warum sein zweites Hobby, Funkamateur, irgendwie auch zur Leidenschaft Chorgesang passt. „Morsen im Alphabet, da braucht man Rhythmus und hier eben auch!“ Und wer sehen und hören möchte, wie sich Rhythmus, Technik und die vielen Proben all der Chormitglieder zu einem Weihnachtskonzert einen, der sollte sich schon jetzt Karten für die kommenden Konzerte sichern. Es gibt sie bereits jetzt in der Stadtinformation (03372/ 463113, Mail:  ).

Neue Mitglieder sind immer willkommen


In den vergangenen Monaten wuchs der 1992 gegründete Stadtchor von 17 auf nunmehr 29 Mitglieder - 20 Frauen und neun Männer. „Dennoch, neue Mitstreiter sind uns immer willkommen. Ein Klangkörper wächst ja bekanntlich mit der Anzahl der Stimmen“, so Peter Polte, Vereinschef des Jüterboger Stadtchores.
Kontakt und weitere Informationen zum Stadtchor unter www. stadtchor-jueterbog.de.     fdk